Worauf Einkauf und Konstruktion achten sollten, bevor sie einen Lohnfertiger beauftragen

Ein passender CNC-Lohnfertiger erfüllt fünf Dinge: Seine Maschinen schaffen Ihre Bauteilgröße, er beherrscht Ihren Werkstoff, er liefert die geforderten Prüfdokumente, sein Angebot ist vollständig vergleichbar, und er behandelt Ihre Zeichnungen vertraulich.

Dieser Ratgeber der MWA – Mechanische Werkstätten Anhalt GmbH aus Halberstadt zeigt, wie Sie das prüfen. Er nennt auch, welche Aufträge bei uns passen und welche wir nicht im eigenen Haus fertigen.

Luftbild der MWA-Fertigungshalle mit Bürogebäude in Halberstadt

Ratgeber: So wählen Sie den richtigen Lohnfertiger

Die wichtigsten Fragen für die Auswahl auf einen Blick: Klicken Sie auf ein Thema, um es aufzuklappen. Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Orientierung, die Gewichtung hängt von Ihrem Bauteil ab.

Woran erkenne ich einen passenden CNC-Lohnfertiger?

  • Bauteilgröße und Gewicht: Passen Verfahrwege und Tischlast der Maschinen?
  • Verfahren: Kommen Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen aus einer Hand, oder wird das Teil mehrfach versendet?
  • Werkstoff: Hat der Betrieb Erfahrung mit Ihrer Sorte, und beschafft er das Material mit Zeugnis?
  • Stückzahl: Passt der Betrieb zu Prototyp, Kleinserie oder Serie?
  • Qualität: Nach welchen Normen arbeitet er, und welche Prüfdokumente liefert er?
  • Angebot: Antwortet er schnell, und fragt er bei unklaren Angaben nach?
  • Vertraulichkeit: Unterzeichnet er eine Geheimhaltungsvereinbarung?

Wie prüfe ich, ob die Maschinen zu meinem Bauteil passen?

Vergleichen Sie die Abmessungen Ihres Rohteils mit den Verfahrwegen X, Y und Z und das Gewicht mit der Tischlast der Maschine. Ein seriöser Betrieb nennt diese Werte offen und prüft die Machbarkeit anhand Ihrer Zeichnung.

Bei MWA sind es Werkstücke bis Ø 2.500 mm, 6.000 mm Länge, 3.000 mm Höhe und 25 t. Alle 14 Maschinen stehen auf der Seite MWA in Zahlen. Der Schwerpunkt liegt auf Klein- bis mittelgroßen Teilen.

Welche Zertifikate sollte ein Lohnfertiger haben?

Das hängt von Ihrer Branche ab. ISO 9001 ist die verbreitete Grundlage für das Qualitätsmanagement, EN 9100 und EN 9120 gelten für die Luft- und Raumfahrt, ISO 14001 für das Umweltmanagement. Lassen Sie sich die aktuellen Zertifikate zeigen und prüfen Sie den Geltungsbereich.

Das Managementsystem von MWA ist nach ISO 9001, EN 9100, EN 9120 und ISO 14001 zertifiziert. Die aktuellen Zertifikate senden wir Ihnen auf Anfrage zu.

Welche Prüfdokumente sollte ich verlangen?

  • Messprotokoll zu den Merkmalen Ihrer Zeichnung,
  • Erstmusterprüfbericht, wenn nach dem Muster eine Serie folgt,
  • Werkstoffzeugnis nach EN 10204, siehe unser Ratgeber Werkstoffzeugnis nach EN 10204,
  • bei Bedarf Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit und zur Kennzeichnung der Teile.

Nennen Sie den Bedarf schon in der Anfrage, denn Dokumentation bedeutet Aufwand und fließt in die Kalkulation ein. Sonst sind Angebote nicht vergleichbar.

Wie vergleiche ich Angebote verschiedener Lohnfertiger?

Vergleichen Sie nicht nur die Endsumme, sondern prüfen Sie, was enthalten ist:

  • Material, oder wird es beigestellt?
  • Wärmebehandlung und Beschichtung,
  • Prüfdokumente,
  • Verpackung und Transport,
  • Stückzahl und Liefertermin.

Fragen Sie mehrere Stückzahlen an, etwa 1, 5 und 20 Stück, dann sehen Sie, wie sich die Rüstkosten auf den Stückpreis auswirken. Achten Sie auch darauf, welche Toleranzen zugesagt werden. Mehr dazu im Ratgeber Allgemeintoleranzen nach ISO 2768.

Welche Angaben machen meine Anfrage vergleichbar?

Schicken Sie allen Anbietern dieselben Unterlagen: Zeichnung oder 3D-Modell (zum Beispiel STEP), Werkstoff, Stückzahl und Wunschtermin. Hilfreich sind außerdem Oberflächen, Wärmebehandlung, Beschichtung, gewünschte Prüfdokumente, Lieferart und bei wiederkehrendem Bedarf die Jahresmenge.

Bei MWA erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden an Werktagen eine Rückmeldung. Die Machbarkeitsprüfung ist kostenlos.

Wie schütze ich meine Zeichnungen?

Vereinbaren Sie bei sensiblen Teilen vor dem Versand eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA). Ein Schutzvermerk nach ISO 16016 im Schriftfeld macht die Vertraulichkeit sichtbar, ersetzt aber keine Vereinbarung. Klären Sie auch, ob Partnerbetriebe, etwa für Härten oder Beschichten, die Zeichnung erhalten.

MWA unterzeichnet auf Wunsch vorab eine Geheimhaltungsvereinbarung und nutzt Ihre Unterlagen nur für Ihre Anfrage und Ihren Auftrag.

Muss der Lohnfertiger in meiner Nähe sein?

Nicht zwingend. Anfrage und Abstimmung laufen meist per E-Mail und Telefon, und Teile lassen sich per Paketdienst oder Spedition versenden. Nähe hilft vor allem bei großen und schweren Teilen, bei Abholung und wenn Sie den Betrieb besuchen möchten.

MWA sitzt in Halberstadt, Sachsen-Anhalt, und liefert deutschlandweit per Paketdienst, Spedition oder mit eigenem Fahrzeug. Mehr auf der Seite Lohnfertigung in Sachsen-Anhalt.

Wann ist MWA der richtige Lohnfertiger, und wann nicht?

MWA passt, wenn Sie Klein- bis mittelgroße Teile nach Zeichnung oder 3D-Modell fertigen lassen möchten, vom Einzelteil und Prototyp bis zur Serie, und Fräsen, 5-Achs-Fräsen, Bohrwerksbearbeitung, Drehen und Schleifen aus einer Hand wünschen. Die Werkstoffe finden Sie auf der Seite Werkstoffe.

Das machen wir nicht im eigenen Haus:

  • Sehr große Guss- und Schmiedeteile, Tiefbohren und Sonderverfahren laufen über unser internationales Fertigungsnetzwerk, mit MWA als festem Ansprechpartner. Mehr dazu auf der Seite Auftragsvermittlung.
  • Härten und Beschichten organisieren wir über Partnerbetriebe, Sie erhalten das fertige Teil von uns.
  • Schweißkonstruktionen bearbeiten wir mechanisch, geschweißt werden sie nicht bei uns.

Ihr Bauteil liegt an der Grenze? Schicken Sie uns die Zeichnung über das Anfrageformular, dann sagen wir Ihnen ehrlich, ob es passt.

Passt MWA zu Ihrem Bauteil? Fragen Sie uns.

Senden Sie uns Ihre Zeichnung (PDF, STEP, DXF, DWG oder IGES) mit Werkstoff, Stückzahl und Wunschtermin. Wir prüfen die Machbarkeit kostenlos und melden uns innerhalb von 24 Stunden an Werktagen mit einem Angebot.