Antworten rund um Lohnfertigung, Werkstoffe und Rohstoffhandel

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zur Lohnfertigung bei MWA – Mechanische Werkstätten Anhalt in Halberstadt: von der Anfrage mit Zeichnung über Fertigungsverfahren, Werkstoffe, Toleranzen und Prüfdokumente bis zu Rohstoffhandel, großen Bauteilen und unserem internationalen Fertigungsnetzwerk. Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an unter +49 3941 6209 407 oder senden Sie Ihre Anfrage über das Kontaktformular.

Anfrage und Angebot

Wie schnell bekomme ich ein Angebot für CNC-Teile?

Sie erhalten von MWA innerhalb von 24 Stunden an Werktagen eine Rückmeldung. Liegen Zeichnung, Werkstoff, Stückzahl und Wunschtermin vollständig vor, ist das in der Regel direkt ein Angebot. Bei komplexen Bauteilen oder unklaren Angaben klären wir offene Punkte vorher telefonisch oder per E-Mail, damit die Kalkulation belastbar ist und später keine Nachträge entstehen.

Welche Angaben brauchen Sie für ein Angebot?

Für ein belastbares Angebot brauchen wir Zeichnung oder 3D-Modell, Werkstoff, Stückzahl und Wunschtermin. Hilfreich sind außerdem Angaben zu Oberflächen, Wärmebehandlung, Beschichtung, gewünschten Prüfdokumenten und zur Lieferart. Wenn Sie wiederkehrenden Bedarf haben, nennen Sie bitte auch die voraussichtliche Jahresmenge. Fehlt eine Angabe, fragen wir gezielt nach, statt mit Annahmen zu kalkulieren.

Ist das Angebot kostenlos und unverbindlich?

Ja, Angebote und Machbarkeitsprüfungen sind bei MWA kostenlos und unverbindlich. Mit einer Anfrage gehen Sie keine Verpflichtung ein. Ein Auftrag entsteht erst durch Ihre Bestellung und unsere Auftragsbestätigung. So können Sie Preis und Termin in Ruhe intern abstimmen oder mit anderen Angeboten vergleichen.

Kann ich auch ohne technische Zeichnung anfragen?

Ja, Sie können auch ohne fertige Zeichnung anfragen. Beschreiben Sie das Teil kurz oder schicken Sie ein Foto mit den wichtigsten Maßen über das Anfrageformular oder per E-Mail an ed.retnus-awm@ofni. Wir melden uns und klären, welche Angaben für Kalkulation und Fertigung noch fehlen. Für die Fertigung selbst brauchen wir eine eindeutige Maßgrundlage, die wir gemeinsam mit Ihnen festlegen.

Wie kann ich eine Anfrage an MWA stellen?

Sie können per Telefon, per E-Mail oder über das Anfrageformular auf unserer Kontaktseite anfragen. Für Zeichnungen und 3D-Modelle ist das Formular am praktischsten, weil Sie bis zu 5 Dateien mit je 10 MB direkt mitschicken können. Für kurze Rückfragen erreichen Sie uns telefonisch unter +49 3941 6209 407, per E-Mail unter ed.retnus-awm@ofni.

Prüfen Sie, ob mein Bauteil überhaupt fertigbar ist?

Ja, vor jedem Angebot prüfen wir die Machbarkeit anhand Ihrer Zeichnung oder Ihres 3D-Modells. Dabei schauen wir auf Abmessungen, Werkstoff, Toleranzen, Oberflächen und Spannmöglichkeiten. Wenn ein Merkmal so nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand herstellbar ist, sprechen wir Sie an und nennen mögliche Alternativen. Die Machbarkeitsprüfung ist kostenlos.

Wie läuft eine Anfrage bei MWA ab?

Eine Anfrage läuft in vier Schritten: Sie senden Zeichnung und Eckdaten, wir prüfen die Machbarkeit, Sie erhalten ein Angebot und nach Ihrer Bestellung eine Auftragsbestätigung mit Liefertermin. Die erste Rückmeldung kommt innerhalb von 24 Stunden an Werktagen. Offene Fragen zu Toleranzen, Werkstoff oder Prüfdokumenten klären wir vor der Bestellung, nicht erst während der Fertigung.

Geben Sie Hinweise zur fertigungsgerechten Konstruktion?

Ja, wenn uns bei der Machbarkeitsprüfung Merkmale auffallen, die die Fertigung unnötig verteuern, sprechen wir Sie darauf an. Typische Beispiele sind sehr enge Toleranzen an Funktionsflächen, die keine brauchen, zu kleine Innenradien in tiefen Taschen oder Sondergewinde. Die Entscheidung über Änderungen liegt immer bei Ihnen als Konstrukteur, wir fertigen nach freigegebener Zeichnung.

Zeichnungen und Dateien

Welche Dateiformate kann ich hochladen?

Sie können PDF, STEP (.stp, .step), IGES (.igs, .iges), DXF, DWG, ZIP-Archive und Fotos hochladen. Für Fräs- und Drehteile ist die Kombination aus PDF-Zeichnung mit Toleranzen und einem STEP-Modell ideal: Die Zeichnung legt die Anforderungen fest, das Modell beschleunigt Kalkulation und Programmierung. Mehrere Dateien oder ganze Baugruppen packen Sie am besten in ein ZIP-Archiv.

Kann ich STEP-Dateien schicken?

Ja, STEP-Dateien (.stp oder .step) sind für uns das bevorzugte 3D-Format. STEP ist ein neutrales Austauschformat nach ISO 10303 und lässt sich aus allen gängigen CAD-Systemen exportieren. Bitte schicken Sie zusätzlich eine PDF-Zeichnung mit, denn Toleranzen, Passungen, Oberflächenangaben und Werkstoff sind im STEP-Modell meist nicht oder nicht verbindlich enthalten.

Reicht ein 3D-Modell ohne Zeichnung für die Fertigung?

Für ein Angebot reicht ein 3D-Modell oft aus, für die Fertigung brauchen wir jedoch klare Angaben zu Toleranzen und Oberflächen. Ein Modell beschreibt nur die Nenngeometrie. Ohne Zeichnung muss festgelegt werden, welche Allgemeintoleranzen gelten, wo Passungen sitzen und welche Flächen besondere Anforderungen haben. Das stimmen wir in diesem Fall schriftlich mit Ihnen ab.

Wie groß dürfen die hochgeladenen Dateien sein?

Über das Anfrageformular können Sie bis zu 5 Dateien mit je maximal 10 MB hochladen. Das reicht für Zeichnungen und 3D-Modelle der meisten Bauteile. Bei größeren Datenmengen, etwa umfangreichen Baugruppen, packen Sie die Dateien in ein ZIP-Archiv, schicken uns einen Download-Link per E-Mail oder rufen kurz an.

Was ist der Unterschied zwischen STEP und IGES?

STEP überträgt Volumenkörper vollständig und zuverlässig, IGES ist ein älteres Format, das vor allem Flächen beschreibt. Beim Import von IGES-Dateien kommen deshalb häufiger offene oder fehlerhafte Flächen vor, die nachgearbeitet werden müssen. Beide Formate können Sie bei MWA hochladen. Wenn Ihr CAD-System beides anbietet, wählen Sie STEP, zum Beispiel AP214 oder AP242.

Was ist der Unterschied zwischen DXF und DWG?

DWG ist das native Dateiformat von AutoCAD, DXF ist ein offenes Austauschformat für 2D-Zeichnungen. Beide enthalten meist Konturen und Bemaßung in 2D und eignen sich gut für flache Teile und Konturen. Für räumliche Bauteile ergänzen Sie bitte ein 3D-Modell im STEP-Format oder eine PDF-Zeichnung mit allen Ansichten und Schnitten.

Kann ich ein Foto oder eine Handskizze schicken?

Ja, ein Foto oder eine bemaßte Handskizze reicht für eine erste Einschätzung. Legen Sie nach Möglichkeit einen Maßstab oder Zollstock ins Bild und notieren Sie die wichtigen Maße, den Werkstoff und die Stückzahl. Für die Fertigung brauchen wir eine eindeutige Maßgrundlage. Welche Angaben noch fehlen, klären wir mit Ihnen nach Eingang der Anfrage.

Welche Angaben gehören auf eine Fertigungszeichnung?

Eine Fertigungszeichnung enthält alle Maße mit Toleranzen, den Werkstoff, die Allgemeintoleranz, Oberflächenangaben und den Änderungsstand. Dazu kommen je nach Bauteil Passungen nach ISO 286, Form- und Lagetoleranzen, Angaben zur Kantenausführung, Wärmebehandlung und Beschichtung. Je vollständiger die Zeichnung ist, desto genauer ist das Angebot und desto weniger Rückfragen entstehen.

Kann ich mehrere Teile oder eine ganze Baugruppe auf einmal anfragen?

Ja, Sie können mehrere Teile in einer Anfrage schicken. Packen Sie die Zeichnungen und Modelle am besten in ein ZIP-Archiv und legen Sie eine Stückliste mit Teilenummern, Stückzahlen und Werkstoffen bei. Wir kalkulieren jede Position einzeln und fassen das Angebot zusammen. Normteile wie Schrauben gehören in der Regel nicht zum Umfang einer Zerspanungsanfrage.

Fertigung und Verfahren

Welche Fertigungsverfahren bietet MWA an?

MWA fertigt nach Zeichnung in sechs Hauptverfahren: Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen, 5-Achs-Bearbeitung sowie Großteil- und Gussbearbeitung. Dazu gehören unter anderem Karusselldrehen großer Durchmesser, Bohrwerksbearbeitung und Flachschleifen. Wir fertigen vom Kleinteil bis zum Großteil, unser Schwerpunkt liegt bei mittleren bis großen Bauteilen von etwa 1.000 bis 3.000 mm. Was nicht in die eigene Fertigung passt, realisieren wir über unser internationales Fertigungsnetzwerk, mit MWA als Ansprechpartner. Wärmebehandlung und Beschichtung organisieren wir über Partner.

Was ist CNC-Lohnfertigung?

CNC-Lohnfertigung bedeutet, dass ein externer Betrieb Bauteile nach Ihrer Zeichnung auf CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen herstellt. Sie liefern die Konstruktion und die Anforderungen, der Lohnfertiger übernimmt Programmierung, Bearbeitung und Prüfung. Das Material beschafft der Lohnfertiger oder Sie stellen es bei. MWA arbeitet seit 1985 in Halberstadt als Lohnfertiger für Dreh-, Fräs- und Schleifteile.

Was ist der Unterschied zwischen Lohnfertigung und Auftragsfertigung?

Lohnfertigung ist die Bearbeitung nach Vorgaben eines Auftraggebers, Auftragsfertigung ist das Gegenstück zur Lagerfertigung und bedeutet: Es wird erst nach Eingang eines Kundenauftrags produziert. Im engeren Sinn wird bei Lohnfertigung das Material vom Kunden beigestellt und nur die Bearbeitung berechnet. Im Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft gleichbedeutend verwendet. Bei MWA ist beides möglich: mit eigenem oder beigestelltem Material.

Was ist der Unterschied zwischen CNC-Fräsen und CNC-Drehen?

Beim Drehen rotiert das Werkstück und das Werkzeug steht, beim Fräsen rotiert das Werkzeug und das Werkstück ist gespannt. Drehen eignet sich daher für rotationssymmetrische Teile wie Wellen, Flansche, Buchsen und Ringe. Fräsen eignet sich für prismatische Teile mit Flächen, Taschen, Nuten und Bohrbildern. Viele Bauteile brauchen beides, etwa eine gedrehte Welle mit gefräster Passfedernut.

Wann lohnt sich die 5-Achs-Bearbeitung statt 3-Achs-Fräsen?

Die 5-Achs-Bearbeitung lohnt sich, wenn ein Bauteil von mehreren Seiten oder unter Winkeln bearbeitet werden muss. Statt das Teil mehrfach umzuspannen, wird es in einer Aufspannung weitgehend fertig. Das verkürzt die Durchlaufzeit und verbessert die Lagegenauigkeit der Merkmale zueinander. Typisch sind schräge Bohrungen, Hinterschnitte und Freiformflächen. Für 5-Achs-Teile brauchen wir ein 3D-Modell, am besten im STEP-Format.

Was ist Flachschleifen und wann braucht man es?

Flachschleifen ist ein Verfahren, mit dem ebene Flächen sehr maßgenau, eben und parallel bearbeitet werden. Es kommt zum Einsatz, wenn Fräsen die geforderte Ebenheit, Parallelität oder Oberflächengüte nicht wirtschaftlich erreicht, und bei gehärteten Teilen, die sich kaum noch fräsen lassen. Typische Bauteile sind Platten, Leisten, Führungen und Vorrichtungsteile. MWA bietet Flachschleifen als Einzelleistung und als Teil der Komplettbearbeitung an.

Fertigen Sie Teile komplett, also Drehen, Fräsen und Schleifen aus einer Hand?

Ja, wir kombinieren Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen im eigenen Haus. Wärmebehandlung und Beschichtung steuern wir über Partner. Für Sie bedeutet das einen Ansprechpartner, ein Angebot und eine Lieferung für das einbaufertige Teil. Die Abstimmung zwischen den Arbeitsgängen, zum Beispiel Schleifaufmaß vor dem Härten, liegt bei uns.

Können Sie die Teile auch härten oder wärmebehandeln lassen?

Ja, Wärmebehandlungen wie Vergüten, Einsatzhärten, Induktionshärten, Nitrieren oder Spannungsarmglühen organisieren wir über Partnerbetriebe. Bitte geben Sie auf der Zeichnung das Verfahren und die geforderte Härte an, etwa in HRC oder HV, und gegebenenfalls die Einhärtetiefe. Wir planen die Reihenfolge der Bearbeitung so, dass nach der Wärmebehandlung noch genug Material für die Endbearbeitung bleibt.

Bieten Sie Beschichtungen wie Verzinken, Eloxieren oder Brünieren an?

Ja, Beschichtungen und Oberflächenbehandlungen beauftragen wir bei Partnerbetrieben, sodass Sie das fertige Teil von uns erhalten. Üblich sind zum Beispiel galvanisches Verzinken, Eloxieren von Aluminium, Brünieren, chemisch Nickel oder Pulverbeschichten. Nennen Sie das gewünschte Verfahren, Schichtdicke und Farbton in der Anfrage. Beachten Sie bei Passungen, dass die Schicht das Maß verändert.

Bearbeiten Sie Gussteile, Schmiedeteile und Schweißkonstruktionen?

Ja, wir bearbeiten Rohteile wie Guss- und Schmiedeteile sowie Schweißkonstruktionen auf Fertigmaß. Typisch sind Lagersitze, Anschraubflächen, Passbohrungen und Dichtflächen. Bei Schweißkonstruktionen empfiehlt sich vor der Bearbeitung ein Spannungsarmglühen, damit sich das Bauteil danach nicht verzieht. Die Rohteile können Sie beistellen, oder wir klären die Beschaffung mit Ihnen. Sehr große Guss- und Schmiedeteile realisieren wir über unser internationales Fertigungsnetzwerk, mit MWA als Ansprechpartner.

Werkstoffe und Material

Welche Werkstoffe bearbeitet MWA?

MWA bearbeitet Baustahl, Vergütungs- und Einsatzstahl, Grauguss, Sphäroguss, Stahlguss, nichtrostenden Stahl, Aluminium, Bronze, Messing und Titan. Typische Sorten sind S355J2 (1.0577), 42CrMo4 (1.7225), 16MnCr5 (1.7131), EN-GJS-400-15 (EN-JS1030), 1.4404, Duplex 1.4462, EN AW-6082 und Ti6Al4V (3.7165). Für andere Werkstoffe fragen Sie bitte direkt an, wir prüfen die Bearbeitung im Einzelfall. Geben Sie den Werkstoff möglichst mit Werkstoffnummer oder Normbezeichnung an.

Beschaffen Sie das Material oder muss ich es beistellen?

Beides ist möglich: Wir beschaffen das Material selbst oder bearbeiten von Ihnen beigestelltes Material. Bei Beschaffung durch uns ist das Material im Angebot enthalten, auf Wunsch mit Werkstoffzeugnis nach EN 10204. Beistellung lohnt sich, wenn Sie Sonderwerkstoffe, Rohteile wie Guss oder Schmiedeteile oder bereits vorhandene Bestände einsetzen wollen. Bitte nennen Sie in der Anfrage, welche Variante Sie wünschen.

Was ist der Unterschied zwischen 1.4301 und 1.4404?

1.4404 enthält zusätzlich Molybdän und ist dadurch beständiger gegen chloridhaltige Medien als 1.4301. 1.4301 (X5CrNi18-10, AISI 304, umgangssprachlich V2A) ist der meistverwendete austenitische Edelstahl für allgemeine Anwendungen. 1.4404 (X2CrNiMo17-12-2, AISI 316L, oft V4A genannt) wird bei Salzwasser, Chemikalien oder in der Lebensmitteltechnik eingesetzt. Beide sind zäh und neigen beim Zerspanen zur Kaltverfestigung.

Welcher Edelstahl lässt sich am besten zerspanen?

Unter den austenitischen Edelstählen gilt 1.4305 (X8CrNiS18-9, AISI 303) als besonders gut zerspanbar. Der Schwefelzusatz sorgt für kurze Späne, verringert aber Korrosionsbeständigkeit und Schweißeignung. Für Teile, die geschweißt werden oder in aggressiver Umgebung arbeiten, sind 1.4301 oder 1.4404 meist die bessere Wahl. Welcher Werkstoff passt, hängt also von der Anwendung ab, nicht nur von der Bearbeitbarkeit.

Was ist der Unterschied zwischen 1.4571 und 1.4404?

1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2) ist mit Titan stabilisiert, 1.4404 (X2CrNiMo17-12-2) erreicht die Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion über einen niedrigen Kohlenstoffgehalt. Beide enthalten Molybdän und sind in chloridhaltiger Umgebung ähnlich beständig. 1.4571 ist in Deutschland traditionell im Apparate- und Anlagenbau verbreitet, 1.4404 wird international häufiger eingesetzt und lässt sich besser polieren. Die Titankarbide in 1.4571 erhöhen beim Zerspanen den Werkzeugverschleiß spürbar.

Was ist Duplex-Stahl 1.4462?

1.4462 (X2CrNiMoN22-5-3) ist ein nichtrostender Duplex-Stahl mit einem Gefüge aus etwa gleichen Anteilen Austenit und Ferrit. Er hat eine deutlich höhere Festigkeit als 1.4404 und ist besonders beständig gegen Lochfraß und Spannungsrisskorrosion, etwa in Meerwasser, Offshore-Anlagen und Chemietechnik. In der Zerspanung ist er anspruchsvoller als austenitische Standardsorten und erfordert stabile Aufspannungen und angepasste Schnittdaten. MWA bearbeitet 1.4462 nach Zeichnung.

Was bedeutet EN AW-6082 und welche Aluminiumlegierung eignet sich für Frästeile?

EN AW-6082 (AlSi1MgMn, früher 3.2315) ist eine aushärtbare Aluminiumlegierung mit guter Festigkeit, guter Zerspanbarkeit und guter Schweißeignung. Sie ist für viele Frästeile im Maschinenbau eine solide Standardwahl, meist im Zustand T6 oder T651. EN AW-7075 (AlZn5,5MgCu) ist deutlich fester, aber kaum schweißbar. EN AW-5083 (AlMg4,5Mn0,7) ist nicht aushärtbar und besonders seewasserbeständig. Das EN AW steht für Aluminium-Knetlegierung nach europäischer Norm.

Was ist Ti6Al4V und bearbeiten Sie Titan?

Ti6Al4V ist die am häufigsten eingesetzte Titanlegierung, auch Grade 5 oder Werkstoffnummer 3.7165 genannt. Sie enthält etwa 6 Prozent Aluminium und 4 Prozent Vanadium und verbindet hohe Festigkeit mit geringer Dichte und guter Korrosionsbeständigkeit. Wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit gilt Titan als anspruchsvoll in der Zerspanung. MWA bearbeitet Titan, schicken Sie uns Zeichnung und Anforderungen für eine Machbarkeitsprüfung.

Was ist der Unterschied zwischen S235 und S355?

Die Zahl gibt die Mindeststreckgrenze in N/mm² an: S235 hat 235 N/mm², S355 hat 355 N/mm² bei Erzeugnisdicken bis 16 mm. S355 ist damit deutlich höher belastbar und wird für tragende Teile und Maschinenrahmen bevorzugt. Die Kennbuchstaben beschreiben die Kerbschlagarbeit: JR bedeutet 27 Joule bei +20 °C, J2 bedeutet 27 Joule bei −20 °C. Gängige Sorten sind S235JR (1.0038) und S355J2 (1.0577), beide gut schweiß- und zerspanbar.

Was ist ein Vergütungsstahl wie C45, 42CrMo4 oder 34CrNiMo6?

Vergütungsstähle sind Stähle, die durch Härten und anschließendes Anlassen eine hohe Festigkeit bei guter Zähigkeit erhalten. C45 (1.0503) ist unlegiert und wird häufig für Wellen und Bolzen eingesetzt. 42CrMo4 (1.7225) ist legiert und lässt sich auch bei größeren Querschnitten durchvergüten. 34CrNiMo6 (1.6582) enthält zusätzlich Nickel und eignet sich für hoch beanspruchte Teile mit großem Querschnitt. Vergütet gelieferte Stähle sind mit +QT gekennzeichnet.

Was ist ein Einsatzstahl wie 16MnCr5 oder 18CrNiMo7-6?

Einsatzstähle sind kohlenstoffarme Stähle, deren Randschicht durch Aufkohlen und Härten verschleißfest wird, während der Kern zäh bleibt. 16MnCr5 (1.7131) ist eine verbreitete Standardsorte für Zahnräder, Bolzen und Wellen mittlerer Größe. 18CrNiMo7-6 (1.6587) ist höher legiert, härtet tiefer durch und wird für hoch belastete Getriebeteile mit größerem Querschnitt verwendet. Zerspant wird meist vor dem Einsatzhärten, Funktionsflächen werden danach häufig geschliffen.

Bearbeiten Sie Messing und welches Messing ist üblich?

Ja, MWA bearbeitet Messing nach Zeichnung. Für Drehteile ist CW614N (CuZn39Pb3) verbreitet, ein Automatenmessing, das durch den Bleizusatz sehr gut zerspanbar ist. Für Anwendungen mit Vorgaben zum Bleigehalt, etwa im Trinkwasserbereich, gibt es bleiarme Messingsorten. Bitte geben Sie die genaue Werkstoffbezeichnung an, damit wir das passende Halbzeug beschaffen.

Welche Bronzen sind für Gleitlager und Buchsen üblich?

Für Gleitlager und Buchsen sind Zinnbronzen und Aluminiumbronzen üblich. CuSn12-C (CC483K) ist eine Guss-Zinnbronze für hoch belastete Gleitlager und Schneckenräder, CuSn8 (CW453K) eine Knetlegierung für Buchsen und Gleitelemente. CuAl10Ni5Fe4 (CW307G) ist eine Mehrstoff-Aluminiumbronze mit hoher Festigkeit und guter Beständigkeit gegen Meerwasser und Verschleiß. MWA bearbeitet Bronze als Stangenmaterial und als Gussrohteil, bitte nennen Sie die genaue Werkstoffbezeichnung.

Was bedeuten EN-GJL und EN-GJS bei Gusswerkstoffen?

EN-GJL bezeichnet Gusseisen mit Lamellengraphit (Grauguss), EN-GJS Gusseisen mit Kugelgraphit (Sphäroguss). Die Zahl dahinter ist die Mindestzugfestigkeit in N/mm², bei GJS folgt die Bruchdehnung in Prozent. Gängige Sorten sind EN-GJL-250 (EN-JL1040) und EN-GJS-400-15 (EN-JS1030). Grauguss dämpft Schwingungen gut und ist typisch für Gehäuse und Maschinenbetten, Sphäroguss ist zäher und höher belastbar. MWA bearbeitet beide Gusswerkstoffe, auch als beigestellte Rohteile.

Was ist Stahlguss und wie wird er bezeichnet?

Stahlguss ist in Formen gegossener Stahl, der Festigkeit und Schweißeignung von Stahl mit der Formfreiheit eines Gussteils verbindet. Die Kurznamen nach EN 10293 beginnen mit G, etwa GE240 (1.0446) als unlegierter Stahlguss für allgemeine Anwendungen oder G20Mn5 (1.6220) mit guter Zähigkeit und Schweißeignung. Stahlguss ist zäher als Gusseisen, dämpft Schwingungen aber weniger als Grauguss. Typische Bauteile sind Gehäuse, Lagerböcke, Naben und Hebel.

Rohstoffhandel und Zuschnitt

Kann ich bei MWA auch nur Material kaufen?

Ja, über unseren Rohstoffhandel können Sie Metalle auch ohne Bearbeitungsauftrag kaufen. Wir liefern Stahl, Edelstahl, Aluminium, Titan, Buntmetalle und Werkzeugstahl als Stange, Platte, Blech, Rohr oder Zuschnitt. Der Rohstoffhandel ist aus der eigenen Fertigung heraus entstanden, deshalb beraten wir auch zu Zerspanbarkeit und Lieferzustand. Nennen Sie uns Werkstoff, Abmessungen, Menge und Lieferadresse, dann erhalten Sie ein Angebot.

Schneiden Sie Material auf Maß zu?

Ja, wir liefern Material auf Wunsch als Zuschnitt nach Ihren Maßen, etwa als Abschnitt, Scheibe, Block oder Platte. Das spart Sägezeit in Ihrer Werkstatt und verringert Reststücke im Lager. Für den Zuschnitt brauchen wir Werkstoff, Abmessung, Stückzahl und die gewünschte Maßtoleranz. Welches Trennverfahren eingesetzt wird und welche Genauigkeit erreichbar ist, hängt von Werkstoff und Querschnitt ab und wird vor der Bestellung mit Ihnen abgestimmt.

Welche Werkstoffe führen Sie im Rohstoffhandel?

Im Rohstoffhandel bieten wir Baustahl, Vergütungs-, Einsatz- und Automatenstahl, nichtrostende Stähle wie 1.4301, 1.4404 und 1.4571, Aluminium-Knetlegierungen wie EN AW-6082, Titan, Bronze, Messing und Werkzeugstahl an. Welche Sorten und Abmessungen kurzfristig verfügbar sind, klären wir mit Ihrer Anfrage. Steht die Sorte noch nicht fest, beschreiben Sie uns den Einsatzzweck, dann schlagen wir geeignete Werkstoffe mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Können Sie Gussrohteile beschaffen?

Ja, Gussrohteile aus Grauguss, Sphäroguss, Stahlguss und Bronze beschaffen wir über unser Partnernetzwerk. Auf Wunsch übernehmen wir anschließend die mechanische Bearbeitung auf Fertigmaß, sodass Sie Rohteil und Bearbeitung aus einer Hand erhalten. Für die Anfrage brauchen wir Zeichnung oder Modell des Rohteils, Werkstoff und Stückzahl sowie Angaben zu Bearbeitungszugaben und geforderten Prüfungen, soweit diese bereits feststehen.

Erhalte ich ein Werkstoffzeugnis zum gekauften Material?

Ja, auf Wunsch liefern wir Material mit Werkstoffzeugnis nach EN 10204, als Werkszeugnis 2.2 oder als Abnahmeprüfzeugnis 3.1. Geben Sie den Zeugnistyp bereits bei der Anfrage an, damit wir passendes Material beschaffen können. Die Zuschnitte kennzeichnen wir so, dass die Zuordnung zur Charge und damit die Rückverfolgbarkeit bis zum Zeugnis erhalten bleibt.

Kaufen Sie auch Restmaterial und Überbestände an?

Ja, wir kaufen auch Metalle an, etwa Überbestände, Restlängen oder nicht mehr benötigte Lagerware. Voraussetzung ist, dass Werkstoff und Abmessungen nachvollziehbar sind, am besten über ein Zeugnis oder eine eindeutige Kennzeichnung. Schicken Sie uns eine Aufstellung mit Sorte, Abmessung, Menge und Standort des Materials, dann prüfen wir den Ankauf und machen Ihnen ein Angebot.

Können Sie Material für wiederkehrenden Bedarf bevorraten?

Ja, nach Absprache bevorraten wir Material für wiederkehrenden Bedarf und liefern es in Teilmengen auf Abruf. Das lohnt sich, wenn Sie regelmäßig dieselben Sorten und Abmessungen verarbeiten und kein eigenes Lager dafür vorhalten möchten. Mengen, Abrufintervalle und Kennzeichnung stimmen wir individuell mit Ihnen ab. Verpackung und Transport organisieren wir passend zu Gewicht und Abmessung der Ware.

Kann ich Material und Bearbeitung zusammen bestellen?

Ja, bei Lohnfertigungsaufträgen ist das Material in der Regel Teil unseres Angebots. Wir beschaffen die passende Sorte, prüfen sie im Wareneingang und liefern Ihnen das fertige Bauteil statt zweier getrennter Lieferungen von Händler und Fertiger. Beide Wege lassen sich auch kombinieren: Sie beziehen Rohmaterial für die eigene Fertigung und vergeben einzelne aufwendige Bauteile an uns.

Toleranzen und Oberflächen

Welche Toleranzen sind beim CNC-Drehen möglich?

Welche Toleranz beim CNC-Drehen erreichbar ist, hängt von Durchmesser, Länge, Werkstoff und Wandstärke des Bauteils ab. Passungen im Bereich IT7 sind in der Drehbearbeitung allgemein üblich, engere Toleranzen erfordern oft zusätzliches Schleifen. Schlanke Wellen oder dünnwandige Ringe verformen sich beim Spannen leichter. Welche Toleranzen wir bei Ihrem Teil sicher einhalten, nennen wir nach Prüfung der Zeichnung im Angebot.

Welche Toleranzen sind beim CNC-Fräsen möglich?

Die erreichbare Toleranz beim CNC-Fräsen hängt von Bauteilgröße, Werkstoff, Spannsituation und dem Abstand der Merkmale zueinander ab. Passbohrungen mit H7 sind beim Fräsen allgemein üblich. Schwieriger sind enge Lagetoleranzen über große Abstände oder an dünnwandigen Teilen, die sich beim Ausspannen verziehen. Welche Toleranzen wir bei Ihrem Bauteil zusagen, nennen wir nach Prüfung der Zeichnung im Angebot.

Was bedeutet ISO 2768-m auf der Zeichnung?

ISO 2768-m bedeutet, dass für alle Maße ohne eigene Toleranzangabe die Allgemeintoleranzen der Klasse „mittel“ gelten. Die Norm ISO 2768-1 kennt vier Klassen: f (fein), m (mittel), c (grob) und v (sehr grob). Bei Klasse m beträgt die zulässige Abweichung zum Beispiel ±0,2 mm für Nennmaße über 6 bis 30 mm und ±0,3 mm über 30 bis 120 mm. Für Funktionsmaße sollten Sie eigene Toleranzen eintragen.

Was bedeutet ISO 2768-mK?

ISO 2768-mK kombiniert zwei Allgemeintoleranzen: „m“ für Längen- und Winkelmaße nach ISO 2768-1 und „K“ für Form und Lage nach ISO 2768-2. Teil 2 regelt mit den Klassen H, K und L zum Beispiel Geradheit, Ebenheit, Rechtwinkligkeit, Symmetrie und Lauf, sofern diese nicht einzeln toleriert sind. H ist die feinste, L die gröbste Klasse. Die Angabe steht meist im Schriftfeld der Zeichnung.

Was bedeutet H7 auf einer Zeichnung?

H7 ist eine Toleranzklasse für Bohrungen nach ISO 286: Das H bedeutet, dass das Mindestmaß gleich dem Nennmaß ist, die 7 steht für den Toleranzgrad IT7. Eine Bohrung Ø 20 H7 darf damit zwischen 20,000 und 20,021 mm groß sein. H7 ist die häufigste Bohrungstoleranz im Maschinenbau und wird mit Wellen wie g6, h6, k6 oder p6 kombiniert, je nachdem ob Spiel oder Übermaß gewünscht ist.

Was ist der Unterschied zwischen Spielpassung, Übergangspassung und Presspassung?

Bei einer Spielpassung ist die Welle immer kleiner als die Bohrung, bei einer Presspassung immer größer, bei einer Übergangspassung kann beides auftreten. Im System Einheitsbohrung nach ISO 286 ist zum Beispiel H7/g6 eine Spielpassung für verschiebbare Teile, H7/k6 eine Übergangspassung für Lager und Naben und H7/p6 eine Presspassung für feste Verbindungen. Die Wahl richtet sich nach Funktion, Montage und Demontage.

Was bedeutet Ra 3,2 auf der Zeichnung?

Ra 3,2 bedeutet, dass der arithmetische Mittenrauwert der Oberfläche höchstens 3,2 Mikrometer betragen darf. Das ist eine übliche Angabe für sauber gefräste oder gedrehte Flächen ohne besondere Funktion. Ra 1,6 steht für feinbearbeitete Flächen, Ra 0,8 und darunter erfordern meist Feindrehen oder Schleifen. Die Zeichnungsangabe war in ISO 1302 geregelt, die inzwischen durch ISO 21920-1 ersetzt wurde.

Was ist der Unterschied zwischen Ra und Rz?

Ra ist der arithmetische Mittelwert aller Profilabweichungen, Rz ist die mittlere Höhe der größten Profilspitzen und -täler aus mehreren Einzelmessstrecken. Rz reagiert daher stärker auf einzelne Riefen oder Ausbrüche als Ra. Eine feste Umrechnung gibt es nicht, in der Praxis liegt Rz grob beim Vier- bis Zehnfachen von Ra. Für Dichtflächen und Gleitflächen wird häufig Rz zusätzlich oder statt Ra angegeben.

Welche Oberflächengüte erreicht man mit Flachschleifen?

Flachschleifen erzeugt allgemein deutlich feinere Oberflächen als Fräsen, typisch sind Rauheiten im Bereich unter Ra 0,8. Gleichzeitig verbessert es Ebenheit und Parallelität der Flächen. Welche Werte bei Ihrem Bauteil erreichbar sind, hängt von Werkstoff, Härte, Flächengröße und Aufmaß ab. Tragen Sie die geforderte Oberfläche und Ebenheit auf der Zeichnung ein, dann nennen wir die Umsetzung im Angebot.

Was sind Form- und Lagetoleranzen?

Form- und Lagetoleranzen begrenzen, wie stark ein Merkmal von seiner idealen Form oder Lage abweichen darf, unabhängig vom Maß. Formtoleranzen betreffen zum Beispiel Ebenheit, Rundheit und Zylindrizität, Lagetoleranzen etwa Parallelität, Rechtwinkligkeit, Position und Rundlauf. Sie werden nach ISO 1101 mit Toleranzrahmen und Bezügen angegeben, im englischen Sprachraum oft als GD&T bezeichnet. Für die Fertigung sind klar definierte Bezüge entscheidend.

Qualität und Prüfdokumente

Welche Prüfdokumente erhalte ich von MWA?

Auf Wunsch erhalten Sie Werkstoffzeugnisse nach EN 10204 (2.2 oder 3.1), ein Messprotokoll und einen Erstmusterprüfbericht. Bitte geben Sie den Bedarf schon bei der Anfrage an, denn Dokumentation bedeutet Aufwand und fließt in die Kalkulation ein. Wenn Sie ein bestimmtes Formular oder Format verwenden, schicken Sie es mit, dann stimmen wir die Umsetzung vorab ab.

Was ist ein Werkstoffzeugnis 3.1?

Ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach EN 10204 bestätigt, dass das gelieferte Material die Anforderungen der Bestellung erfüllt, und enthält die Prüfergebnisse genau dieser Charge. Bestätigt wird es von einem Abnahmebeauftragten des Herstellers, der von der Fertigungsabteilung unabhängig ist. Typische Inhalte sind chemische Zusammensetzung, mechanische Kennwerte und Schmelzennummer. MWA liefert 3.1-Zeugnisse auf Wunsch mit, wenn Sie sie bei der Anfrage angeben.

Was ist der Unterschied zwischen Werkszeugnis 2.2 und Abnahmeprüfzeugnis 3.1?

Ein Werkszeugnis 2.2 enthält Prüfergebnisse aus nichtspezifischer Prüfung, ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 enthält Ergebnisse aus spezifischer Prüfung der gelieferten Charge. Beim 2.2 bestätigt der Hersteller also typische Werte seiner Fertigung, beim 3.1 die tatsächlich an diesem Material gemessenen Werte, freigegeben durch einen unabhängigen Abnahmebeauftragten. Für sicherheitsrelevante oder rückverfolgbare Teile wird in der Regel 3.1 gefordert. MWA liefert beide Zeugnisarten auf Wunsch.

Was ist ein Erstmusterprüfbericht?

Ein Erstmusterprüfbericht (EMPB) dokumentiert, dass die ersten Teile aus der Serienfertigung alle Anforderungen der Zeichnung erfüllen. Dazu werden sämtliche Maße und Merkmale gemessen und den Sollwerten mit Toleranzen gegenübergestellt, ergänzt um Werkstoffnachweise und weitere vereinbarte Prüfungen. Der Bericht ist die Grundlage für Ihre Freigabe der Serie. MWA erstellt Erstmusterprüfberichte auf Wunsch, das Format stimmen wir mit Ihnen ab.

Was steht in einem Messprotokoll?

Ein Messprotokoll listet die geprüften Merkmale eines Bauteils mit Sollmaß, Toleranz und gemessenem Istwert auf. Üblich ist eine Nummerierung der Merkmale auf der Zeichnung, damit jedes Maß eindeutig zugeordnet werden kann. Welche Merkmale gemessen werden, etwa alle Maße oder nur Funktionsmaße und Passungen, vereinbaren wir mit Ihnen. MWA erstellt Messprotokolle auf Wunsch, bitte geben Sie das bei der Anfrage an.

Ist MWA nach ISO 9001 zertifiziert?

Ja, das Managementsystem von MWA ist nach ISO 9001 zertifiziert, dazu nach EN 9100 und EN 9120 für die Luft- und Raumfahrt sowie nach ISO 14001 für das Umweltmanagement. Die aktuellen Zertifikate senden wir Ihnen auf Anfrage zu. Zu jedem Auftrag erhalten Sie auf Wunsch Werkstoffzeugnisse nach EN 10204 (2.2 oder 3.1), Messprotokolle und Erstmusterprüfberichte. Benötigt Ihr Unternehmen eine Lieferantenselbstauskunft, schicken Sie uns die Unterlagen, wir beantworten sie für Sie.

Wie stellen Sie die Rückverfolgbarkeit des Materials sicher?

Die Rückverfolgbarkeit des Materials läuft über das Werkstoffzeugnis nach EN 10204, das der Charge beziehungsweise Schmelze des verwendeten Halbzeugs zugeordnet ist. Wenn Sie Rückverfolgbarkeit benötigen, fordern Sie ein Zeugnis 3.1 an und nennen Sie gegebenenfalls Anforderungen an die Kennzeichnung der Teile, etwa mit Chargen- oder Seriennummer. Wir berücksichtigen das in Angebot und Fertigung.

Was passiert, wenn ein Teil nicht der Zeichnung entspricht?

Melden Sie sich in diesem Fall direkt bei uns, am besten mit Teilenummer, Lieferschein und einer kurzen Beschreibung oder einem Foto der Abweichung. Wir prüfen den Fall anhand der Zeichnung und der Messwerte und klären mit Ihnen das weitere Vorgehen, zum Beispiel Nacharbeit oder Neufertigung. Ein schneller, direkter Kontakt ist uns dabei wichtiger als ein langer Schriftverkehr.

Einzelteile, Prototypen, Serien

Fertigen Sie Einzelteile ab Stückzahl 1?

Ja, MWA fertigt ab Losgröße 1 bis zur Serienfertigung. Typische Einzelteile sind Ersatzteile, Prototypen, Vorrichtungen, Umbauteile und große Bauteile, die nur einmal gebraucht werden. Eine Mindestmenge gibt es nicht. Beachten Sie, dass bei Einzelteilen Programmierung und Rüsten auf ein Stück entfallen, der Stückpreis ist deshalb höher als in der Serie.

Fertigen Sie Prototypen und Musterteile?

Ja, wir fertigen Prototypen und Musterteile nach Zeichnung oder 3D-Modell. Bei Prototypen ändern sich Konstruktionen oft noch, deshalb ist ein eindeutiger Änderungsstand auf jeder Zeichnung wichtig. Wenn später eine Serie geplant ist, sagen Sie uns das gleich, dann berücksichtigen wir schon beim Prototyp eine serientaugliche Fertigungsstrategie und können Hinweise zur Kostensenkung geben.

Fertigen Sie auch Serien und Wiederholteile?

Ja, MWA fertigt neben Einzelteilen auch Kleinserien, Serien und wiederkehrende Teile, auf Wunsch mit Rahmenvertrag. Bei Wiederholteilen bleiben Programm und Spannkonzept erhalten, dadurch laufen Folgeaufträge schneller und mit gleichbleibender Qualität. Geben Sie bei der Anfrage die Jahresmenge und die gewünschten Abrufmengen an, dann kalkulieren wir passend dazu.

Was ist ein Rahmenvertrag mit Abrufaufträgen?

Ein Rahmenvertrag legt Preis, Gesamtmenge und Laufzeit für ein Bauteil fest, die konkreten Liefermengen rufen Sie dann bei Bedarf ab. Für Sie bringt das Planungssicherheit bei Preis und Verfügbarkeit, ohne dass Sie die gesamte Menge auf einmal abnehmen und lagern müssen. Für uns ermöglicht es eine wirtschaftlichere Losplanung. MWA bietet Rahmenverträge für wiederkehrenden Bedarf an, die Konditionen vereinbaren wir individuell.

Was ist eine Kleinserie in der Zerspanung?

Als Kleinserie bezeichnet man in der Zerspanung eine Fertigung in geringer Stückzahl, die über Einzelteile hinausgeht, aber noch keine Großserie ist. Eine feste Grenze gibt es nicht, die Einordnung hängt von Bauteilgröße und Branche ab. Wirtschaftlich entscheidend ist, dass sich Rüst- und Programmieraufwand auf mehrere Teile verteilen. MWA fertigt Kleinserien ebenso wie Einzelteile und Serien.

Gibt es eine Mindestbestellmenge?

Nein, eine Mindeststückzahl gibt es bei MWA nicht, wir fertigen ab Losgröße 1 bis zur Serienfertigung. Ob ein Einzelteil oder eine kleine Menge für Sie wirtschaftlich ist, sehen Sie im Angebot. Häufig lohnt es sich, mehrere Stückzahlen anzufragen, etwa 1, 5 und 20 Stück, um den Einfluss der Rüstkosten auf den Stückpreis zu vergleichen.

Können Sie ein Teil später erneut nach derselben Zeichnung fertigen?

Ja, Wiederholteile fertigen wir nach derselben Zeichnung erneut. Nennen Sie bei der Nachbestellung Teilenummer und Änderungsstand, damit eindeutig ist, welche Version gilt. Hat sich die Zeichnung seit dem letzten Auftrag geändert, schicken Sie bitte die aktuelle Fassung mit. Bei regelmäßigem Bedarf lohnt sich ein Rahmenvertrag mit Abrufaufträgen.

Wie gelingt der Übergang vom Prototyp zur Serie?

Der Übergang vom Prototyp zur Serie gelingt am besten, wenn Zeichnung, Toleranzen und Werkstoff vor dem Serienstart eingefroren sind. Häufig folgt auf die Prototypen eine Erstmusterlieferung mit Erstmusterprüfbericht, die Sie freigeben, bevor die Serie anläuft. Erfahrungen aus der Prototypenfertigung, etwa zu kritischen Toleranzen, fließen in die Serienplanung ein. Sprechen Sie uns früh an, dann planen wir das gemeinsam.

Preise und Kalkulation

Was kostet CNC-Fräsen pro Stunde?

Der Stundensatz für CNC-Fräsen hängt vor allem von Maschinengröße, Achsenzahl und Ausstattung ab, eine 5-Achs-Maschine kostet mehr als ein 3-Achs-Bearbeitungszentrum. Für Sie als Einkäufer ist der Stundensatz aber nur ein Teil des Preises. Entscheidend ist der Stückpreis, der auch Material, Rüsten, Programmierung und Prüfung enthält. MWA kalkuliert deshalb je Bauteil und nennt Ihnen den Preis im Angebot.

Wie setzt sich der Preis für ein CNC-Drehteil oder Frästeil zusammen?

Der Preis eines CNC-Teils setzt sich aus Materialkosten, Rüst- und Programmieraufwand, Bearbeitungszeit und Zusatzleistungen zusammen. Zu den Zusatzleistungen gehören zum Beispiel Wärmebehandlung, Beschichtung, Prüfdokumente, Verpackung und Transport. Die Bearbeitungszeit hängt von Geometrie, Werkstoff, Toleranzen und Oberflächen ab. Rüst- und Programmierkosten fallen einmal je Los an und verteilen sich auf die Stückzahl.

Warum ist ein Einzelteil pro Stück teurer als ein Serienteil?

Ein Einzelteil trägt die gesamten einmaligen Kosten für Programmierung, Rüsten und Erstteilprüfung allein. Bei zehn oder hundert Teilen verteilen sich diese Kosten auf die ganze Menge, der Stückpreis sinkt entsprechend. Dazu kommt, dass bei größeren Mengen Material günstiger beschafft und die Bearbeitung besser optimiert werden kann. Fragen Sie deshalb gern mehrere Stückzahlen an, um den Effekt zu sehen.

Was sind Rüstkosten in der CNC-Fertigung?

Rüstkosten sind die Kosten für alle Vorbereitungen an der Maschine, bevor das erste Teil gefertigt werden kann. Dazu gehören Einrichten von Spannmitteln und Werkzeugen, Einfahren des Programms und Prüfen des ersten Teils. Rüstkosten fallen je Los einmal an, unabhängig von der Stückzahl. Bei Wiederholteilen sinkt der Aufwand, weil Programm und Spannkonzept bereits vorliegen.

Wie kann ich die Kosten für Fräs- und Drehteile senken?

Die Kosten sinken am stärksten, wenn enge Toleranzen und feine Oberflächen nur dort stehen, wo die Funktion sie braucht. Weitere Hebel sind ausreichend große Innenradien in Taschen, möglichst wenige Aufspannungen, Normgewinde statt Sondergewinde, ein gut zerspanbarer Werkstoff und Rohmaße passend zu Standardhalbzeugen. Auch das Bündeln von Bedarfen zu größeren Losen senkt den Stückpreis. Bei der Machbarkeitsprüfung weisen wir Sie auf solche Punkte hin.

Ist das Material im Angebot enthalten?

Ja, wenn wir das Material beschaffen, ist es im Angebot enthalten. Stellen Sie das Material bei, kalkulieren wir nur die Bearbeitung. Was genau im Preis steckt, etwa Material, Wärmebehandlung, Beschichtung, Prüfdokumente, Verpackung und Transport, nennen wir im Angebot. So können Sie Angebote verschiedener Lieferanten auf gleicher Basis vergleichen.

Kosten Werkstoffzeugnisse und Messprotokolle extra?

Prüfdokumente verursachen zusätzlichen Aufwand und werden deshalb in der Kalkulation berücksichtigt. Bei Werkstoffzeugnissen 3.1 muss das Material mit Zeugnis beschafft werden, bei Messprotokollen und Erstmusterprüfberichten kommt Mess- und Dokumentationszeit hinzu. Geben Sie den Bedarf deshalb schon bei der Anfrage an. Dann sind die Dokumente im Angebot enthalten und es gibt später keine Nachträge.

Können Sie Preise für verschiedene Stückzahlen angeben?

Ja, nennen Sie uns in der Anfrage mehrere Stückzahlen, dann kalkulieren wir Staffelpreise. So sehen Sie direkt, wie sich Rüst- und Programmierkosten auf den Stückpreis auswirken und ab welcher Menge sich eine größere Bestellung oder ein Rahmenvertrag lohnt. Sinnvoll sind zum Beispiel Musterteile, eine erste Kleinserie und die erwartete Jahresmenge.

Große Bauteile und Guss

Welche Bauteilgrößen kann MWA drehen?

MWA dreht vom Kleinteil bis zum Großteil, große Durchmesser bearbeiten wir durch Karusselldrehen. Unser Schwerpunkt liegt bei mittleren bis großen Bauteilen von etwa 1.000 bis 3.000 mm, kleinere Drehteile fertigen wir auf CNC-Drehmaschinen. Was nicht in die eigene Fertigung passt, realisieren wir über unser internationales Fertigungsnetzwerk, mit MWA als Ansprechpartner. Nennen Sie uns Abmessungen und Gewicht, dann prüfen wir die Machbarkeit für Ihr Teil.

Was ist Karusselldrehen?

Karusselldrehen ist Drehen auf einer Maschine mit senkrechter Spindel, bei der das Werkstück liegend auf einem rotierenden Planscheibentisch gespannt wird. Dadurch lassen sich große, schwere und im Verhältnis zur Höhe flache Teile sicher spannen und bearbeiten. Typische Bauteile sind Flansche, Ringe, Naben, Scheiben, Laufräder und Gehäusedeckel. MWA setzt Karusselldrehen für große Durchmesser ein, mit Schwerpunkt auf Bauteilen von etwa 1.000 bis 3.000 mm.

Was ist eine Bohrwerksbearbeitung?

Bei der Bohrwerksbearbeitung werden große, schwere Bauteile auf einem Horizontal-Bohrwerk von mehreren Seiten gebohrt, gefräst und ausgespindelt. Das Werkstück steht auf einem Tisch, die horizontale Spindel fährt mit dem Werkzeug an die Bearbeitungsstellen. Typisch sind Getriebegehäuse, Maschinenrahmen, Lagerböcke und Schweißkonstruktionen mit Lagersitzen und Anschraubflächen, die genau zueinander liegen müssen.

Welche großen Bauteile fertigt MWA?

MWA fertigt große Dreh- und Frästeile wie Flansche, Ringe, Naben, Scheiben, Getriebegehäuse, Maschinenrahmen sowie bearbeitete Guss- und Schweißkonstruktionen. Mittlere bis große Bauteile von etwa 1.000 bis 3.000 mm sind unser Schwerpunkt, größere Teile realisieren wir über unser internationales Fertigungsnetzwerk, mit MWA als Ansprechpartner. Wir fertigen ab Losgröße 1 bis zur Serienfertigung. Schicken Sie uns Zeichnung, Werkstoff und Rohteilgewicht für eine Machbarkeitsprüfung.

Wie schwer darf ein Bauteil für die Bearbeitung bei MWA sein?

Das zulässige Bauteilgewicht hängt von der eingesetzten Maschine und von der Form des Bauteils ab. Bei großen Teilen spielen außerdem Spannmöglichkeiten, Schwerpunktlage und Transport eine Rolle. Nennen Sie uns in der Anfrage Abmessungen und Rohteilgewicht, dann prüfen wir, auf welcher Maschine Ihr Teil bearbeitet werden kann. Passt es nicht in die eigene Fertigung, prüfen wir die Bearbeitung über unser internationales Fertigungsnetzwerk.

Wie werden große und schwere Teile transportiert?

Große und schwere Teile verladen wir mit Kran auf Lkw und liefern per Spedition oder mit eigenem Fahrzeug. Sie können die Teile auch in Halberstadt abholen. Bitte teilen Sie uns mit, ob am Lieferort eine Entlademöglichkeit wie Kran oder Stapler vorhanden ist und ob besondere Anforderungen an Verpackung, Ladungsträger oder Korrosionsschutz bestehen.

Bearbeiten Sie große beigestellte Rohteile wie Guss oder Schweißkonstruktionen?

Ja, große Gussteile, Schmiedeteile und Schweißkonstruktionen bearbeiten wir auch als beigestellte Rohteile auf Fertigmaß. Wichtig sind ausreichende Bearbeitungszugaben am Rohteil, klar definierte Bezugsflächen auf der Zeichnung und eine Angabe zum Rohteilgewicht. Für die Anlieferung schwerer Rohteile stimmen wir Termin, Verladung und Entladung mit Ihnen ab. Auf Wunsch beschaffen wir die Rohteile auch selbst, Gussteile zum Beispiel über unser Partnernetzwerk.

Worauf kommt es bei der Bearbeitung von Grauguss, Sphäroguss und Stahlguss an?

Bei Gusswerkstoffen kommt es vor allem auf werkstoffgerechte Werkzeuge, passende Schnittdaten und den Umgang mit der Gusshaut an. Grauguss (EN-GJL) bildet kurze, bröckelnde Späne und wird oft trocken bearbeitet, der Graphitstaub erfordert eine gute Absaugung. Sphäroguss (EN-GJS) ist zäher, bildet längere Späne und beansprucht die Schneiden stärker. Stahlguss verhält sich ähnlich wie Stahl, hat aber häufig eine harte, sandhaltige Randzone. Wir stimmen die Bearbeitung auf den jeweiligen Werkstoff ab.

Was ist die Gusshaut und warum ist sie bei der Bearbeitung wichtig?

Die Gusshaut ist die äußere Randschicht eines Gussteils, die beim Erstarren in der Form entsteht und oft Formsand, Zunder oder harte Einschlüsse enthält. Sie ist härter und ungleichmäßiger als das Grundmaterial und belastet die Schneiden beim ersten Schnitt stark. Deshalb wird die Schnitttiefe beim Schruppen so gewählt, dass das Werkzeug unterhalb der Gusshaut schneidet. Flächen ohne Funktion können unbearbeitet bleiben, wenn die Zeichnung das zulässt.

Wie viel Bearbeitungszugabe braucht ein Gussteil?

Die nötige Bearbeitungszugabe hängt von Gießverfahren, Werkstoff, Bauteilgröße und Lage der Fläche ab und wird häufig nach ISO 8062-3 festgelegt. Die Norm ordnet Gussteilen Toleranzgrade und Klassen für die erforderliche Bearbeitungszugabe zu. Die Zugabe muss Gusshaut, Formversatz und Verzug ausgleichen, damit nach der Bearbeitung keine unbearbeiteten Stellen bleiben. Bei großen Gussteilen stimmen wir Zugaben und Ausrichtpunkte am besten vor der Rohteilbestellung mit Ihnen und der Gießerei ab.

Was ist bei der Bearbeitung von Schweißkonstruktionen zu beachten?

Bei Schweißkonstruktionen sind Eigenspannungen, Verzug und ausreichende Bearbeitungszugaben die entscheidenden Punkte. Durch das Schweißen entstehen Spannungen, die sich beim Zerspanen lösen und das Bauteil verziehen können, deshalb empfiehlt sich vorher ein Spannungsarmglühen. Die Zeichnung sollte Bezugsflächen und Ausrichtpunkte festlegen, und an späteren Funktionsflächen muss genug Material über den Schweißnähten vorgesehen sein. Typische Bauteile sind Maschinenrahmen, Gestelle, Träger und Konsolen.

Auftragsvermittlung und Fertigungsnetzwerk

Was bedeutet Auftragsvermittlung bei MWA?

Auftragsvermittlung bedeutet, dass MWA Aufträge, die nicht in die eigene Fertigung passen, über ein internationales Netzwerk von Fertigungspartnern realisiert. Sie fragen wie gewohnt bei uns an, wir prüfen die Zeichnung, wählen einen geeigneten Partner aus und koordinieren Fertigung, Prüfung und Lieferung. MWA bleibt dabei Ihr Ansprechpartner für Angebot, Termin und Dokumentation. So erhalten Sie auch Bauteile außerhalb unseres eigenen Maschinenparks aus einer Hand.

Wann wird ein Auftrag über das Netzwerk vermittelt?

Über das Netzwerk vermitteln wir, wenn ein Bauteil nicht in die eigene Fertigung passt, etwa wegen Größe, Gewicht, Sonderverfahren oder Kapazität. Das betrifft zum Beispiel sehr große Guss- und Schweißteile, Schmiedeteile oder Verfahren, die wir in Halberstadt nicht anbieten. Ob ein Teil im eigenen Haus oder bei einem Partner gefertigt wird, prüfen wir anhand Ihrer Anfrage und sagen es Ihnen im Angebot. Wünschen Sie keine Vergabe an Partner, teilen Sie uns das bitte mit.

Habe ich bei vermittelten Aufträgen weiterhin einen Ansprechpartner?

Ja, auch bei vermittelten Aufträgen bleibt MWA Ihr Ansprechpartner. Angebot, Terminabstimmung, Rückfragen und Prüfdokumente erhalten Sie von uns, Sie müssen sich nicht mit weiteren Lieferanten abstimmen. Wir geben Ihre Anforderungen an den Partner weiter, verfolgen den Fortschritt der Fertigung und klären technische Fragen. Das gilt auch, wenn ein Auftrag teilweise bei uns und teilweise bei einem Partner gefertigt wird.

Können Sie sehr große Gussteile über das Netzwerk realisieren?

Ja, sehr große Gussteile, die über unseren Schwerpunkt von etwa 1.000 bis 3.000 mm hinausgehen, realisieren wir über unser internationales Fertigungsnetzwerk. Das kann die Beschaffung des Rohgusses, die mechanische Bearbeitung oder beides umfassen. Für eine Anfrage brauchen wir Zeichnung oder Modell, Werkstoff, Rohteilgewicht, Stückzahl und die geforderten Prüfungen. Bearbeitungszugaben, Prüfumfang und Transport stimmen wir vor dem Angebot mit Ihnen ab.

Vermitteln Sie auch Schmiedeteile?

Ja, Schmiedeteile wie Freiformschmiedestücke, Gesenkschmiedeteile und geschmiedete Ringe beschaffen wir über unser Fertigungsnetzwerk. Die anschließende Bearbeitung auf Fertigmaß übernehmen wir selbst oder ein Partner, sodass Sie das einbaufertige Teil über einen Ansprechpartner erhalten. Nennen Sie in der Anfrage Werkstoff, Abmessungen, Stückzahl, Wärmebehandlungszustand und die geforderten Werkstoffzeugnisse. Welche Prüfungen am Schmiedestück nötig sind, klären wir vor dem Angebot.

Wie wird die Vertraulichkeit bei vermittelten Aufträgen gewahrt?

Bei vermittelten Aufträgen erhalten Partner nur die Unterlagen, die sie für ihren Arbeitsschritt brauchen. Haben Sie mit uns eine Geheimhaltungsvereinbarung geschlossen, berücksichtigen wir deren Vorgaben bei der Weitergabe. Verlangt Ihr Auftraggeber eine Freigabe von Unterauftragnehmern oder beschränkt er die Vergabe auf bestimmte Länder, nennen Sie uns das bitte mit der Anfrage. Wir benennen die vorgesehenen Partner dann vor der Vergabe.

Welche Prüfdokumente erhalte ich bei vermittelten Aufträgen?

Auch bei vermittelten Aufträgen erhalten Sie auf Wunsch Werkstoffzeugnisse nach EN 10204, ein Messprotokoll und einen Erstmusterprüfbericht. Den geforderten Umfang legen wir vor dem Angebot mit Ihnen fest und geben ihn an den Partner weiter. Die Dokumente stellen wir zur Lieferung zusammen, sodass Sie die Nachweise gesammelt von MWA erhalten. Besondere Formate oder Kennzeichnungsvorgaben nennen Sie uns bitte bereits mit der Anfrage.

Wie kann ich Partner im Fertigungsnetzwerk von MWA werden?

Als Fertigungsbetrieb können Sie sich mit einer kurzen Vorstellung Ihres Unternehmens per E-Mail bei uns melden. Hilfreich sind Angaben zu Verfahren, Maschinen mit Arbeitsbereichen, bearbeiteten Werkstoffen, typischen Losgrößen, Qualitätsmanagement und Prüfmöglichkeiten. Wir melden uns, wenn eine Zusammenarbeit zu aktuellen oder geplanten Anfragen passt. Von Interesse sind für uns vor allem Kapazitäten für sehr große Bauteile, Gussbearbeitung und Sonderverfahren.

Lieferung und Logistik

Liefern Sie deutschlandweit?

Ja, MWA liefert deutschlandweit per Paketdienst, Spedition oder mit eigenem Fahrzeug. Große und schwere Teile verladen wir mit Kran auf Lkw. Alternativ können Sie die Teile in Halberstadt abholen. Die passende Versandart richtet sich nach Größe, Gewicht und Termin, wir nennen sie im Angebot.

Wie lange ist die Lieferzeit für CNC-Teile?

Die Lieferzeit hängt von Bauteil, Stückzahl, Materialverfügbarkeit, Fremdleistungen wie Härten oder Beschichten und unserer aktuellen Auslastung ab. Deshalb nennen wir keinen pauschalen Wert, sondern einen konkreten Liefertermin im Angebot. Geben Sie Ihren Wunschtermin bei der Anfrage an, dann sagen wir Ihnen direkt, ob er machbar ist.

Können Sie Eilaufträge fertigen?

Ob ein Eilauftrag möglich ist, hängt von Bauteil, Materialverfügbarkeit und unserer aktuellen Auslastung ab. Rufen Sie in dringenden Fällen am besten direkt an oder schreiben Sie an ed.retnus-awm@ofni, dann prüfen wir kurzfristig, was machbar ist. Hilfreich sind vollständige Unterlagen und die Angabe, ob Material vorhanden ist oder beigestellt werden kann.

Kann ich die Teile in Halberstadt abholen?

Ja, Sie können fertige Teile bei MWA in Halberstadt abholen. Bitte stimmen Sie den Abholtermin vorher mit uns ab, damit die Teile versandfertig bereitstehen. Große und schwere Teile verladen wir mit Kran auf Ihr Fahrzeug. Teilen Sie uns dafür mit, mit welchem Fahrzeug Sie kommen und wie die Ladung gesichert werden soll.

Wie werden die Teile verpackt?

Die Verpackung richtet sich nach Größe, Gewicht, Oberfläche und Versandart des Bauteils. Empfindliche Funktionsflächen und Passungen werden gegen Beschädigung geschützt, blanke Stahlteile gegen Korrosion. Wenn Sie besondere Anforderungen haben, etwa Einzelverpackung, bestimmte Ladungsträger, Kisten oder Kennzeichnung, geben Sie diese bitte bei der Anfrage an, damit wir sie im Angebot berücksichtigen.

Liefern Sie mit eigenem Fahrzeug?

Ja, MWA liefert Teile auch mit eigenem Fahrzeug aus. Das ist vor allem bei großen, schweren oder empfindlichen Bauteilen sinnvoll und bei Kunden in erreichbarer Entfernung zu Halberstadt. Ob die Lieferung mit eigenem Fahrzeug, per Spedition oder Paketdienst erfolgt, stimmen wir je nach Bauteil und Termin mit Ihnen ab.

Wird der Liefertermin verbindlich bestätigt?

Ja, mit der Auftragsbestätigung erhalten Sie einen Liefertermin. Grundlage sind die im Angebot genannten Bedingungen und vollständige, freigegebene Unterlagen. Ändern sich Zeichnung, Stückzahl oder Anforderungen nach der Bestellung, stimmen wir den Termin neu mit Ihnen ab. Bei beigestelltem Material hängt der Termin auch davon ab, wann das Material bei uns eingeht.

Kann die Lieferung an eine andere Adresse gehen, etwa direkt zu meinem Kunden?

Sprechen Sie uns an, wenn die Teile an eine andere Adresse als Ihre Rechnungsanschrift gehen sollen, etwa direkt an eine Baustelle, einen Montagebetrieb oder Ihren Kunden. Nennen Sie die Lieferadresse am besten schon in der Anfrage, da sie Versandart und Transportkosten beeinflusst. Wichtig sind außerdem Ansprechpartner, Anlieferzeiten und Entlademöglichkeiten vor Ort.

Vertraulichkeit und NDA

Werden meine Zeichnungen vertraulich behandelt?

Ja, MWA behandelt Ihre Zeichnungen und 3D-Modelle vertraulich und nutzt sie nur für Ihre Anfrage und Ihren Auftrag. Konstruktionsdaten sind Ihr geistiges Eigentum und werden nicht an Dritte weitergegeben, die nicht an der Fertigung beteiligt sind. Wenn Sie zusätzliche Sicherheit brauchen, unterzeichnen wir auf Wunsch vor der Anfrage eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Unterschreiben Sie vor der Anfrage eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)?

Ja, auf Wunsch unterzeichnen wir vorab eine Geheimhaltungsvereinbarung, bevor Sie uns Zeichnungen schicken. Senden Sie uns dafür Ihre Vereinbarung per E-Mail, wir prüfen sie und schicken sie unterschrieben zurück. Danach können Sie die Unterlagen über das Upload-Formular oder per E-Mail übermitteln.

Was ist ein NDA und wann brauche ich eines?

Ein NDA (Non-Disclosure Agreement), auf Deutsch Geheimhaltungsvereinbarung, verpflichtet den Empfänger, vertrauliche Informationen nicht weiterzugeben und nur für einen festgelegten Zweck zu nutzen. Sinnvoll ist es bei neuen Produkten vor Markteinführung, bei patentrelevanten Konstruktionen oder wenn Ihr eigener Kunde Geheimhaltung verlangt. Viele Unternehmen haben dafür eine Standardvorlage. MWA unterzeichnet auf Wunsch vorab ein NDA.

Was bedeutet der Schutzvermerk nach ISO 16016 auf einer Zeichnung?

Der Schutzvermerk nach ISO 16016 weist darauf hin, dass Weitergabe, Vervielfältigung und Verwertung des Dokuments ohne Zustimmung des Urhebers nicht gestattet sind. Er steht meist im Schriftfeld technischer Zeichnungen und macht die Schutzrechte des Erstellers deutlich. Ein Schutzvermerk ersetzt keine Geheimhaltungsvereinbarung, macht aber die Vertraulichkeit für jeden Empfänger sichtbar. MWA beachtet Schutzvermerke auf Kundenzeichnungen.

Wie schicke ich vertrauliche Zeichnungen am besten?

Am einfachsten laden Sie vertrauliche Zeichnungen über das Upload-Formular auf unserer Website hoch, dort sind bis zu 5 Dateien mit je 10 MB möglich. Wenn Ihr Unternehmen ein eigenes Datenaustauschportal nutzt, schicken Sie uns gern einen Link. Soll vorab eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet werden, klären wir das, bevor Sie Daten senden.

Erhalten Partner für Härten oder Beschichten meine Zeichnung?

Partner für Wärmebehandlung, Beschichtung oder Oberflächenbehandlung erhalten nur die Angaben, die sie für ihren Arbeitsschritt brauchen, zum Beispiel Werkstoff, Härteangabe oder Schichtdicke. Wenn Sie besondere Vorgaben zur Weitergabe von Unterlagen haben oder ein NDA abgeschlossen ist, nennen Sie uns das, dann berücksichtigen wir es bei der Vergabe der Fremdleistung.

Was passiert mit meinen Unterlagen, wenn kein Auftrag zustande kommt?

Ihre Unterlagen werden auch ohne Auftrag ausschließlich für die Bearbeitung Ihrer Anfrage genutzt und nicht weitergegeben. Wie lange Daten gespeichert werden und welche Rechte Sie haben, steht in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie möchten, dass Ihre Zeichnungen nach Abschluss der Anfrage gelöscht werden, teilen Sie uns das bitte mit.

Über MWA und Standort

Wer ist MWA – Mechanische Werkstätten Anhalt GmbH?

MWA – Mechanische Werkstätten Anhalt GmbH ist ein CNC-Lohnfertiger für Bauteile nach Zeichnung mit Sitz in Halberstadt, Sachsen-Anhalt. Seit 1985 fertigen wir vom Kleinteil bis zum Großteil und vom Einzelteil bis zur Serie, mit Schwerpunkt auf mittleren bis großen Bauteilen von etwa 1.000 bis 3.000 mm. Unsere Hauptverfahren sind Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen, 5-Achs-Bearbeitung sowie Großteil- und Gussbearbeitung. Dazu kommen Rohstoffhandel und Auftragsvermittlung über unser internationales Fertigungsnetzwerk.

Seit wann gibt es MWA?

MWA fertigt seit 1985 in Halberstadt. Seitdem arbeiten wir als Fertigungsbetrieb für mechanische Bearbeitung nach Kundenzeichnung, heute mit Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen, 5-Achs-Bearbeitung sowie Großteil- und Gussbearbeitung. Gefertigt wird nach wie vor am Standort Halberstadt, vom Einzelteil bis zur Serie mit Rahmenvertrag.

Wo befindet sich MWA?

MWA hat seinen Sitz in Halberstadt im Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt. Die genaue Anschrift finden Sie auf der Kontaktseite und im Impressum. Von Halberstadt aus liefern wir deutschlandweit per Paketdienst, Spedition oder mit eigenem Fahrzeug, fertige Teile können Sie nach Absprache auch bei uns abholen.

Wie erreiche ich MWA am schnellsten?

Am schnellsten erreichen Sie MWA telefonisch unter +49 3941 6209 407. Für Anfragen mit Zeichnungen eignet sich das Anfrageformular auf der Kontaktseite, daneben erreichen Sie uns per E-Mail an ed.retnus-awm@ofni. Auf jede Anfrage antworten wir innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

Arbeiten Sie nur für Kunden aus Sachsen-Anhalt?

Nein, MWA fertigt für Kunden in ganz Deutschland und liefert deutschlandweit. Anfragen laufen unabhängig vom Standort per Anfrageformular, E-Mail oder Telefon, die Rückmeldung kommt innerhalb von 24 Stunden an Werktagen. Für Kunden in der Region kommt zusätzlich die Lieferung mit eigenem Fahrzeug oder die Abholung in Halberstadt in Frage.

Für welche Branchen fertigt MWA?

MWA fertigt als Lohnfertiger branchenunabhängig nach Zeichnung für Unternehmen, die Dreh-, Fräs- und Schleifteile benötigen. Entscheidend sind für uns Zeichnung, Werkstoff und Anforderungen, nicht die Branche. Typische Anwendungsbereiche finden Sie auf der Seite Lohnfertigung. Wenn Sie besondere Branchenvorgaben haben, etwa zu Dokumentation oder Kennzeichnung, nennen Sie diese bitte bei der Anfrage.

Warum Teile bei einem Lohnfertiger fertigen lassen statt selbst?

Ein Lohnfertiger lohnt sich, wenn eigene Maschinen ausgelastet sind, ein Verfahren im Haus fehlt oder Teile zu groß für die eigene Fertigung sind. Sie vermeiden Investitionen in Maschinen, die nur gelegentlich gebraucht würden, und können Kapazitätsspitzen abfedern. Diese Make-or-Buy-Entscheidung hängt von Stückzahl, Know-how und Kosten ab. MWA bietet dafür Fertigung vom Einzelteil bis zur Serie und vom Kleinteil bis zum Großteil, mit Schwerpunkt auf mittleren bis großen Bauteilen.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns Ihre Anfrage mit Zeichnung (PDF, STEP, IGES, DXF oder DWG) über das Formular auf der Kontaktseite. Wir antworten in der Regel innerhalb von 24 Stunden an Werktagen – kostenlos und unverbindlich.